Die Gegenwart und Zukunft von Atlassian Data Center - K15t im Interview mit Ben Magro

Atlassian Data Center ist neben Cloud und Server eine Deployment-Option für Jira, Confluence, Bitbucket und Crowd. Es wurde speziell für größere Unternehmen entwickelt, die hohe Anforderungen an Performance und Ausfallsicherheit haben. Im Rahmen des K15t Solution Forums haben sich Eugen Krämer von K15t hat und Ben Magro von Atlassian über die Vorteile und neuesten Entwicklungen von Data Center unterhalten. 

Eugen: Wie kann ich herausfinden, ob mein Unternehmen bereit für einen Wechsel von Server zum Data Center ist?

Ben: Das hängt von den Anforderungen und Bedürfnissen des Unternehmens ab. Wenn man aber aufgrund der Server-Auslastung auf Performance- und Stabilitätsprobleme stößt, ist das ein sehr deutliches Zeichen für einen Umstieg. Eines der beim Summit angekündigten Features war CDN (Content Delivery Network). Wir haben herausgefunden, dass bis zu 80% der Anfragen in einer Confluence Instanz auf einen kleinen Anzahl von Seiten gemacht werden, die nicht häufig aktualisiert werden. Das sind perfekte Kandidaten für das Caching durch CDN. Wenn man also in einem globalen Unternehmen arbeitet, kann es sich lohnen, in Zukunft Data Center einzusetzen.

Data Center

Eugen: Ich habe bereits viel von dieser Zero-Downtime gehört. Wie funktioniert das genau?

Ben: Data Center unterstützt bestimmte Version-zu-Version-Upgrades, aber nicht von jeder Version in der Vergangenheit auf die aktuelle Jira-Version. Im Grunde setzt Zero-Downtime-Upgrades die einzelnen Netzknoten in einen bestimmten Modus, in dem die neuen Funktionen noch nicht aktiviert werden. Zum Schluss wird dann die Datenbank aktualisiert und das Upgrade auf allen Netzknoten aktualisiert. 

Eugen: Data Center unterstützt private Clouds, wie AWS und Azure. Gibt es Pläne, weitere Anbieter zu unterstützen? Zum Beispiel Google.

Ben: Wir versuchen, mit den besten Lösungsanbietern der Branche zusammenzuarbeiten, sei es Slack oder Microsoft-Teams. Wenn wir auf die Einsatzbereiche blicken, dann richten wir uns nach unseren Kunden, und diese verlangen hauptsächlich nach AWS und Azure. Wir sind jetzt noch nicht an dem Zeitpunkt angelangt, um andere Optionen in Betracht zu ziehen, aber wir wollen da mehr investieren, und Sie werden in Zukunft dahingehend auch mehr Bewegung sehen, möglicherweise in Richtung Containerisierung. 

Eugen: Data Center ist eigentlich an große Unternehmen mit Cluster-Umgebungen ausgerichtet. Gibt es auch schon Pläne für Cluster-Datenbanken oder geclusterte Active Directories?

Ben: Wir haben beim Atlassian Summit bereits angekündigt, dass wir gerade daran arbeiten und schon sehr bald geclusterte Datenbanken unterstützen werden. Und während wir da weiter vorankommen, sehen wir, dass immer mehr Unternehmen zu Cloud-Anbietern wechseln. Aurora bietet eine sehr solide, einsatzbereite Clustering-Lösung und so werden Sie eventuell auch bald eine Unterstützung für dieses Produkt sehen.

Data Center

Eugen: Wenn wir schon über die Zukunft sprechen, in welche Bereiche wird Atlassian genauer investieren?

Ben: Wir werden weiterhin in die Produktivitätssteigerung der Teams investieren und in die Administration der Anwendung, um sicherzustellen, dass diese nicht zu einem Engpass im Unternehmen wird. Wir werden außerdem dafür sorgen, dass die Infrastruktur skalierbar ist. Wir werden weiterhin darauf achten, dass Jira zusammen mit den größten Unternehmen der Welt wachsen kann, dass JIRA weiter mit dem Unternehmen skaliert und wächst. Ein weiterer Fokus ist, die Anwendungen einfacher und effektiver für unsere Admins zu machen.

Eugen: Gibt es Pläne, alle Kunden in Data Center oder eine Cloud zu verlegen?

Ben: Tatsächlich sehen wir, dass Cloud und SAS-Software ein großer Branchentrend ist. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für die Cloud. Wir denken auch, dass in vielen Fällen - speziell wenn man weniger als 500 Benutzer hat - Cloud heute eine gute Option ist: Man hat weniger mit der Administration der Software zu tun, man hat garantierte Uptimes und man muss sich nicht um die Upgrades kümmern. Wir glauben, dass das eine gute Option für Teams mit weniger als 500 Usern ist.

Wenn man darauf angewiesen ist, dass Daten auf den eigenen Servern bleiben müssen, sollte man Server und Data Center einsetzen. Besonders wenn man ein großes Unternehmen ist, das viel Datenvolumen hat. Im Moment ist die Cloud auf 5.000 bzw. 10.000 User beschränkt. Wir werden weiter daran arbeiten, Data Center zu einem Produkt insbesondere für größere Unternehmenskunden zu machen.

Zusätzlich werden wir auch weiterhin in den Ausbau unserer Cloud-Lösungen investieren. Wir beginnen bereits damit, einige der Probleme in Zusammenhang mit der Datenlokalität zu lösen. Wir werden demnächst in der Lage sein, Daten in Regionen wie Frankfurt mit unserer Partnerschaft mit AWS hosten zu können, und daran arbeiten, die Cloud mehr und mehr skalierbar zu machen. Wir sind der Meinung, dass die Cloud heute eine gute Option für kleinere Teams ist. Abhängig von Ihren Bedürfnissen, und ob Sie Datenlokalität benötigen, oder hohe Leistungsfähigkeit brauchen, ist Data Center heute eine gute Option für Sie. Aber wir investieren weiterhin in alle drei Plattformen.

Eugen: Vielen Dank für das Interview

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