K15t Blog
Wie und warum K15t Software entstand
Stefan Kleineikenscheidt

Stefan Kleineikenscheidt am 11. Juni 2018

Stefan Kleineikenscheidt

Stefan Kleineikenscheidt am 11. Juni 2018

Wie und warum K15t Software entstand

Immer mal wieder werde ich gefragt, wie und warum K15t Software eigentlich entstanden ist. Für alle Interessierten habe ich die Geschichte unserer Gründung einmal aufgeschrieben.

Alles begann im Jahr 2002. Damals war Bugzilla der Bug-tracker Nr. 1 und im fernen Sydney hatten zwei Absolventen der Universität von New South Wales ein kleines Softwareunternehmen gegründet, um das zu ändern.

2002: Von „Bug-Tracking“ zur „Issue-Tracking“

Auch ich hatte gerade mein Studium abgeschlossen und arbeitete in einem großen Unternehmen an einem internen Softwareprojekt, für das wir einen guten Bugtracker brauchten. Zum Glück stieß jemand aus dem Team im Internet auf Jira. Dabei fiel uns auch auf, dass Atlassian statt Bug-Tracking (dt. "Fehlerverfolgung") den Begriff Issue-Tracking (dt. "Vorgangsverfolgung") etabliert hatte. Wir setzten also Jira ein und das ganze Team war sofort davon begeistert. Die Software erfüllte alle unsere Anforderungen und ließ sich ausgesprochen einfach bedienen. Ich weiß nicht, ob Anwender, die zum ersten Mal mit Jira arbeiten, das heute auch noch unterschreiben würden, aber das steht auf einem anderen Blatt . . .

Leider entfachte die von unserem Team entwickelte Software bei ihren Anwendern nicht die gleiche Begeisterung. Im Gegenteil: sie fanden sie nicht mal besonders gut – für einen jungen Softwareentwickler wie mich ganz schön ernüchternd. Aber nach zwei Stellenwechseln und sieben Jahren in verschiedenen IT-Abteilungen stellte ich fest, dass das in großen Unternehmen oft so ist. Wer schon einmal in einem internationalen Großkonzern tätig war, weiß, wovon ich rede: begrenzte Ressourcen, wechselnde Anforderungen, politische Einflüsse usw.

2005–2010: Der Ausweg aus der IT-Abteilung

Was also tun? Eins war mir klar: Ich wollte eine Software entwickeln, die den Anwendern zusagte und die sie auch tatsächlich nutzen würden. Allerdings fielen mir – abgesehen von Jira und Confluence von Atlassian – nicht viele Beispiele für Unternehmenssoftware ein, auf die das zutraf.

Ich überlegte sogar, ob ich mich nicht bei Atlassian bewerben und nach Sydney ziehen sollte, aber meine Partnerin hatte gerade einen tollen neuen Job in Stuttgart angenommen – und wer weiß, ob mich Scott und Mike überhaupt eingestellt hätten. Stattdessen machte ich mich daran, nebenher ein Add-on für Confluence zu entwickeln – den späteren Scroll Exporter für Confluence.

Kurz darauf lernte ich meinen Mitgründer Tobias kennen, der mit viel Engagement in das Projekt einstieg, und 2009/2010 hoben wir gemeinsam K15t Software aus der Taufe.

"Auf den Namen K15t Software kamen wir so: Als wir unseren Scroll Exporter zum ersten Mal einer Atlassian User Group vorstellten, sollten wir einen Firmennamen angeben. Wir hatten keinen, aber da Stefan das Projekt ins Leben gerufen hatte, beschlossen wir, uns K15t (eine Verkürzung von Stefans langem Nachnamen Kleineikenscheidt) & Friends zu nennen. Später wurde daraus K15t Software."

– Tobias Anstett

Mit dem Scroll Exporter wollten wir Anwendern dabei helfen, mit Confluence Dokumente und Inhalte zu organisieren. Wir nannten unser Produkt "Scroll" (dt. Schriftrolle) nach der Buchform, die von den allerersten Content-Managern eingesetzt wurde: den Mönchen, die das Wissen der Menschheit auf Schriftrollen festhielten.

2010: Startschuss für das Unternehmen

Wir brachten unser Unternehmen also auf den Weg und stellten schnell eines fest: Wenn wir zufriedene Anwender wollten, mussten wir ihnen auch Unterstützung für unsere Produkte und die anderen Atlassian-Tools anbieten. Ehrlich gesagt waren manche gar nicht an unseren Add-ons interessiert, sondern wünschten sich lediglich Hilfe beim Einsatz ihrer Atlassian-Tools. Wir halfen natürlich gern und konnten zudem die Einnahmen aus diesen Projekten in den Start und in das Wachstum unseres jungen Unternehmens stecken. 

Irgendwann gelang es uns dann auch, ein paar Kunden davon zu überzeugen, unsere Produkte zu nutzen. Doch selbst wenn das nicht klappte, konnten wir gleichwohl neue Ideen sammeln und daraus neue Produkte und Lösungen basteln. Im Mai 2010 wurden wir schließlich zum Atlassian Expert und erhielten später den Status Enterprise Expert bzw. Platinum Expert. Heute sind wir nach wie vor Platinum Solution Partner, hauptsächlich für Kunden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

2018: Im Zeitraffer auf 50 Mitarbeiter

Das K15t-Team beim Mittagessen im Kulturwerk

Wo also stehen wir heute? Mittlerweile gehören zum Team von K15t Software rund 50 Mitglieder. 20 davon helfen unseren Kunden beim Einsatz der Software von Atlassian. Der Rest entwickelt, erstellt und unterstützt Apps für Jira und Confluence. Wie es im Einzelnen dazu kam, berichte ich ein andermal. Bis dahin hoffe ich, dass Ihnen mein kleiner Artikel über die Entstehung von K15t Software gefallen hat.

Wir suchen nach talentierten neuen Kollegen, die unser Team hier in Stuttgart unterstützen.





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